Frankfurt/Oder

Frankfurt - Stadt an der Oder, ca. 75.000 Einwohner

zur Stadtgeschichte
Internetseite der Stadt Frankfurt/Oder : www.frankfurt-oder.de

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10832    Bergemann, Mathias, Apotheker, * Frankfurt/Oder 1567, + Neuruppin 5.6.1628
              oo Neuruppin 1593
10833    Wartenberg, Anna, * Neuruppin 1.4.1573, + Neuruppin 8.11.1629
 

21664    Bergemann, Jacob, Arzt, * Bernau 1.5.1527, + Frankfurt/Oder 22.1.1595
              oo vor 1551
21665    Poppe, Margarethe
 

43328    Bergemann, Matthäus, * um 1480, + Bernau nach 1527
43330    Poppe, Johann, * Berlin 1500, Ratsmann in Frankfurt/Oder
              oo
43331    Segerstein, Margarete

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Stadtgeschichte: An einer der wichtigsten transkontinentalen West-Ost-Straßen des Mittelalters zwischen Frankfurt/Main und Posen entstand wahrscheinlich 1226 durch deutsche Kaufleute die Nikolaisiedlung, die durch Herzog Heinrich 1. von Schlesien systematisch gefördert wurde.  Südlich unmittelbar anschließend kam es 1253 unter dem askanischen Markgrafen Johann I. von Brandenburg zur Stadterweiterung mit der Marienkirche, bei der auch das Rathaus erbaut wurde.  Mit dem nunmehr ebenfalls bedeutenden Nord-Süd-Verkehr von der Ostsee nach Schlesien und Böhmen entwickelte sich F. zur größten Handelsstadt im nordostdeutschen Raum mit einer Oderbrücke und dem Niederlagsrecht.  Die beeindruckenden Bauten der beiden zum Bistum Lebus gehörenden Stadtkirchen und des Rathauses sprechen für den mittelalterlichen Wohlstand der Stadt. 1319 wird eine starke Befestigung mit Doppelgraben und Zwischenwall erwähnt.  Im 13.  Jh. ließen sich die Franziskaner bei der Nikolaikirche (heute Friedenskirche) nieder, die Karthäuser errichteten 1396 ein Kloster außerhalb der Stadt, außerdem bestanden vier Hospitäler.  Das aus den Kaufleuten, besonders Tuchgroßhändlern bestehende Patriziat beherrschte den Rat, der schon vor 1300 die Obergerichte erwerben konnte.  Eine Münze war seit 1369 in Betrieb.  Vermutlich schon früher, nachweisbar seit 1368, gehörte F. der Hanse an (bis 1518).  Die Jahrmärkte (seit 1355 der Margarethenmarkt bezeugt) entwickelten sich zu bedeutenden, 1649 von Kurfürst Friedrich Wilhelm privilegierten Handelsmessen.Im 14.Jh.erwarb der Rat die Grundherrschaft über mehrere Dörfer. 1502 begann der Buchdruck, 1506 wurde die Universität (Viadrina) gegründet.  Gegen Ende des 16.Jh. war der Handel mit Polen bedeutend.
In der Neuzeit sank F.s wirtschaftliche Bedeutung durch die Verlagerung des Oder-Ostsee-Handels nach Stettin, die schweren Zerstörungen und Verluste im Dreißigjährigen Krieg, die Ableitung des Verkehrs durch den Oder-Spree-Kanal 1669, den Aufstieg der Leipziger Messen und schließlich infolge der zunehmenden Konkurrenz Berlins.  Die Zusammenlegung der Universität mit jener zu Breslau 1811 am dortigen Platz brachte einen weiteren empfindlichen Verlust.  Die nach dem Potsdamer Edikt von 1685 eingewanderten Hugenottenfamilien belebten dagegen das Gewerbe.
Bald nach dem Dreißigjährigen Krieg, vermutlich 1669, wurde F. Garnisonstadt, 1815 Sitz der preußischen Regierung für die Neumark und die Niederlausitz.  Die Stadtbefestigung wurde geschleift, und anderer Stelle entstanden Parkanlagen.1830 wurden 22063 Ew. gezählt.  Bahnlinien wurden 1842 nach Berlin, 1846 nach Breslau, 1857 nach Küstrin, 1870 nach Posen, 1876 nach Cottbus, 1877 nach Wriezen gebaut; die Oderdampfschiffahrt setzte 1846 ein, doch ergab sich in der Garnison- und Beamtenstadt nur eine schwache Industrialisierung mit einer Keramikfabrik, einer Großdruckerei und Fabriken für Konserven, Möbel und Stärke.Außerdemwurden Landmaschinen, Orgeln, Bier, Zigarren und Waffen hergestellt.
Stadtwappen: In Silber auf grünem Berg ein golden bewehrter roter Hahn im offenen, mit einem Wimperg gezierten Tor eines breitbedachten, von zwei sechseckigen Türmen beseiteten roten Torhauses, auf den Dächern der Seitentürme je eine abgewendete widersehende goldene Taube, auf dem Mittelbau in einem Silberschild ein roter Adler mit Brustschild.
Schon das älteste bekannte Stadtsiegel von 1294 zeigt den Hahn in dem mit dem brandenburgischen Adlerschild gekrönten Stadttor.  Die gleiche Darstellung ist auf dem mit Sicherheit für 1336 nachgewiesenen großen Stadtsiegel mit der Umschrift SIGILLUM BURGENSIUM IN VRANKENVORDE zu sehen.  Das 1380 gebrauchte älteste Sekret, ohne Adlerschild, hat einen linkshin gewendeten Hahn, der in den Siegeln ab dem 15.Jh. meistalleingezeigt wird.  Der Hahn wird als Symbol der Wachsamkeit gedeutet.  Doch vielleicht gelangte der Hahn dadurch in das Wappen von F., daß man eine Möglichkeit suchte, den Namen Frankfurt, d. h. Furt der Franken darzustellen.  Der Franke hieß lateinisch"gallus".  Da gallus auch Hahn bedeutet, war der Hahn das gegebene Bild für das Wappen, das somit entsprechend der mittelalterlichen Mentalität ein redendes wurde. (nach : Städte und Wappen der DDR, VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig 1979)

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