

Halle (Salle)
incl. Glaucha, Zscherben & Zöberitz
Halle - Stadt im östlichen Sachsen-Anhalt, ca. 300.000
Einwohner,
hier lebte meiner Urgroßmutter bis zu ihrem Tod 1983.
Zscherben - Gut im Besitz meiner Urgroßmutter und ihrer
Geschwister. Es wurde nach dem Krieg von den Sowjets enteignet. Das
Dorf
Zscheben hatte 1912 101 E.
Zöberitz - Rittergut, westlich von Halle, Dorf : 511
Einwohner
Glaucha - früher Vorort, heute Stadtteil von Halle
Im Internet : www.Halle.de
www.Zscherben.de
Genealogie
zur Stadtgeschichte Halle
Alte Postkarten von Halle
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010 Berendes, Ulrich
Heinrich
Ferdinand Hermann Friedrich, Gutsbesitzer,
* Tempelhof/Neumark
25.3.1876, + Küstrin 13.4.1932, oo Zscherben 9.10.1909
011 Kersten, Annemarie Camilla Johanna,
* Zscherben 14.11.1887, + Halle 18.7.1983
022 Kersten, Wilhelm Ernst, * Halle
4.3.1856,
+ Zscherben 22.3.1911
oo Halle
18.5.1885
023 Kobe, Johanna Camilla, * Weißenfels
28.11.1861, + Halle 15.5.1936
044 Kersten, Johann Wilhelm Heinrich, * Fürstenwalde
6.3.1804, + Halle 12.5.1884
oo Zöberitz
10.12.1851
045 Böther, Sophie Albine Bertha, *
Zöberitz
11.3.1827, + Leipzig-Lindental (?) 15.4.1899
046 Kobe, Gustav Rudolf Albert, * Volkstedt
6.10.1829, + Halle 1905
047 Zetzsche, Emilie Henriette, * Zembschen
4.4.1833
090 Böther, Carl August Albert, * Jersleben
27.11.1793, + Zöberitz 3.3.1857
oo Jersleben
6.7.1821
091 Beeck, Frederike Wilhelmine, * Halle
22.5.1802
(??), + Halle 11.11.1873
182 Beeck, Friedrich Christoph, * Halle
2.1.1771,
+ Halle 31.12.1848
oo Halle
17.5.1796
183 Ritter, Johanna Margarethe, * Erfurt
28.12.1760,
+ Halle 12.10.1821
364 Beeck, Johann Ludwig, * ?? 3.2.1739, +
Halle 10.10.1797
oo Halle
19.1.1767
365 Rüprecht, Dorothea Sophie Charlotte,
* Halle 23.10.1748, + Halle 17.10.1812
728 Beeck, Johann Christian, * Herford, +
vor
1746
oo Halle
3.2.1737
729 Lincke, Regina Elisabeth, * Halle
11.7.1713,
+ Halle 30.3.1788
730 Rüprecht, Johann Christoph, * Halle
9.12.1716, + Halle 16.1.1766
oo Halle
22.6.1746
731 Genthe, Johanna Dorothea, * Halle
20.12.1725
1458 Lincke, Johann Michael, * Glaucha
9.6.1671
oo Glaucha 26.6.1695
1459 Hartmann, Regina
1460 Rüprecht, Christoph, * Halle
17.3.1685,
+ Halle 19.6.1741
oo Halle 14.10.1715
1461 Ebert, Anna Dorothea, * Halle um 1690
1462 Genthe, Andreas, * Döllnitz a.d.
Aue, + Halle 26.12.1746
2916 Lincke, Hans
oo Glaucha 26.7.1659
2917 Rümler, Maria, * Glaucha vor 1637
2918 Hartmann, Michael, * Halle 25.1.1647,
+ Halle 22.10.1699
oo a) Halle 21.1.1671, b) Halle 22.4.1673
2919/1 Winter, Susanna
2919/2 Große, Anna (unsicher welches die Mutter der
Regina
ist)
2920 Rüprecht, Hans
2922 Ebert, Peter, * Zwickau, + Halle
2.1.1701
oo Halle 30.8.1686
2923 Köber, Marie Sophie, * Halle
19.1.1671,
+ Halle 16.8.1719
5832 Lincke, Johannes, * 1578, + Glaucha
7.12.1658
oo Glaucha 4.5.1608
5833 Köhren, Ilse
5834 Rümler, Michael, * 1615, + Glaucha
23.6.1681
5835 Margaretha, + Glaucha
18.8.1645
5836 Hartmann, Christoph, * Reideburg b.
Halle
oo Halle 28.4.1646
5837 Kühne, Maria
5838 Winter, Christoph/Große, Hans
5846 Köber, Thomas, * Schleitz um 1627,
+ Halle 22.1.1681
11666 Köhren, Philipp, + vor 1608
11668 Rümler, Michael, * 1578, +
12.6.1656
oo Glaucha 17.8.1603
11669 Kühne, Gertraud
11674 Kühne, Hans, + vor 1646
23338 Kühne, Hans
Stadtgeschichte: Das Gebiet der Stadt zeigt
eine seit der Altsteinzeit nachweisbare Besiedlung, die sich in der
La-Täne-Zeit
vor 2000 Jahren mit der Einwanderung von Germanen fortsetzte und damals
bereits mit der Salzgewinnung verbunden war. Für das 8.Jh.
steht
slawische Besiedlung fest, 806 entstand am Ostufer der Saale ein
karolingisches
Kastell, das entweder um den späteren Dom oder auf dem
Giebichenstein
zu suchen ist, dessen Burg 961 dem Moritzkloster in Magdeburg geschenkt
wurde. Die damals genannten Salzquellen verursachten wohl im
11.Jh.
eine frühstädtische Ansiedlung, "die Halle" oder "das Thal"
um
die Moritzkirche und den Alten Markt, wo drei Fernstraßen von
Westen,
Norden (Magdeburg) und Süden zusammentrafen. Eine Mauer
umschloß
vor 1100 diese älteste, als Stätte der Salzgewinnung schon
recht
bedeutende Stadt. Die 1116 genannte Nikolaikirche am
Flußübergang
der von Nordhausen nach Leipzig führenden Straße weist auf
eine
Kaufmannssiedlung hin. Im gleichen Jahre wurde nördlich
davon
das Augustiner- Chorherrenstift Neuwerk gegründet, neue Stadtteile
entstanden nördlich und östlich der Thal-Stadt um die (alte)
Ulrichskircheund um die Gertrauden- (1121) und die Marienkirche (1151)
am neu angelegten Markt. Die wesentlich vergrößerte
Stadterhieltseitdem
12.Jh. einen neuen Mauerring und mehrere geistliche Stifter: bei St.
Moritz
wurde 1184 ein Stift errichtet 1200 kam die Deutschordenskommende, um
1240
das Franziskanerkloster, 1267 das Kloster der Augustinereremiten und
1271
das Dominikanerkloster hinzu. Die Bürgergemeinde war um 1150
schon in so hohem Maße ausgebildet, daß ihr Stadtrecht als
Vorbild auch an Leipzig gegeben werden konnte (um 1165). Die
niedere
Gerichtsbarkeit stand zunächst noch im Thal dem anfangs
königlichen,
später erzbischöflichen Salzgrafen, in der Stadt auf dem
Berge
dem Schultheißen zu, die Obergerichte hatte der Burggraf inne.
1258
war der Rat ausgebildet. Gegenüber den Erzbischöfen von
Magdeburg als Landesherren erlangte die Stadt 1263 weitgehende
Freiheiten
und 1310 die volle Autonomie, um 1280 trat sie der Hanse bei, der
Erzbischof
hatte damals eine Münze in Betrieb. im 14.Jh. konnte auch die
Obergerichtsbarkeit
in bürgerliche Hände gebracht werden. In Fehden mit dem
Erzbischof und durch Bündnisse, unter anderem mit der Stadt
Magdeburg,
behauptete H. im 14.Jh. seine gewonnene Stellung, verlor jedoch 1478
alle
Freiheiten nach innerstädtischen Auseinandersetzungen, wobei auch
die im Rat alleinherrschenden Pfänner weitgehend ausgeschaltet
wurden.
Die Niedergerichtsbarkeit konnte jedoch behalten werden.
Im späten Mittelalter erlebte die Stadtdurch dievon den Halloren
(Salzknechten) betriebene S zgewinnung in vier Brunn en und die beiden
Fern andelsmärkte (Messen) zu Neujahr und im Herbst eine
wirtschaftliche
Blüte, die sich unter anderem in den spätgotischen
Kirchenbauten
und im Rathausumbau von 1502 äußerte. Der Aufschwung
der
konkurrierenden Leipziger Messe seit 1497 wirkte sich dagegen sehr
ungünstig
aus. Neue Gegensätze zwischen dem Patriziat und der Gemeinde
führten 1475dievöllige Entmachtung der Salzjunker
herbei.
Die Erzbischöfe unterbanden mit dem Bau der festen Moritzburg
1484/1517
jeden Erhebungsversuch der ihrer Regimentsordnung unterworfenen
Stadt.
Die Burganlage diente als erzbischöfliche Residenz und
Verwaltungszentrum
des Erzstifts vor allem unter Erzbischof Albrecht (1513/45), der nach
Aufhebung
des Klosters Neuwerk beim Dominikanerkloster das Neue Stift (Dom)
errichtete.
Die Moritzburg wurde seit 1533 als prunkvolles Renaissanceschloß
ausgebaut, die Marktkirche unter Einbeziehung der Türme der
abgebrochenen
Gertraudenkirche seit 1529 neu errichtet. Gegen den heftigen
Widerstand
des erzbischöflichen Stadthärrn setzte die seit 1518
evangelisch
gesinnte Bürgerschaft ihre nieue Konfession durch, als erster
evangelischer
Superintendent wirkte Justus Jonas von 1541 bis 1546. Im
Barfüßerkloster
richtete der Rat 1565 ein Gymnasium ein, neue öffentliche und
private
Bauten veränderten das Gesicht der Stadt, in der sich in den
Jahrzehnten
um 1600 auch ein kulturell-geistiges Leben von beachtlichem Rang
entfaltete.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde H. seit 1625 in die
Kriegswirren
gezogen, die Moritzburg 1637 zerstört. 1680 fiel die zur
Hauptstadt
des Herzogtums Magdeburg gewordene Stadt an
Branderiburg-Preußen.
Im hohenzollerschen Staat wurde H. als Grenzstadt gegen Kursachsen
militärischwichtig.
Dieseit 1685, dem Geburtsjahrvon H.s berühmtem Sohn Georg
Friedrich
Händel, angesiedelten Hugenotten und Pfälzer belebten das
Textilund
Luxusgewerbe, 1722 nahm ein neues königliches Salzwerk den Betrieb
auf, doch beeinträchtigte der von Preußen provozierte
Handelskrieg
mit Sachsen die weitere Entfaltung der städtischen
Wirtschaft.
Von größter Bedeutung wurde dagegen die Gründung der
Universität
1694, die unter namhaften, dem Neuen aufgeschlossenen Männern wie
Christian Thomasius und Christian Wolff schnell zu einer
Bildungsstätte
von europäischem Rang wurde und im 18. Jh. zunächst als
Hortdes Pietismus, dann als Mittelpunkt der Aufklärung zu den
meistbesuchten
Universitäten in Deutschland gehörte. An ihr studierte
auch Johann Joachim Winckelmann. Sie zog das Buchgewerbe nach
sich.
Der an ihrwirkende Theologe August Herrmann Francke errichtete 1694 als
Antwort auf soziale und bildungsmäßige Mißstände
in der Vorstadt Glaucha seine berühmten Stiftungen mit ihrer
vorbildhaften
pädagogischen Wirkung. Nach dem für H. mit schweren
wirtschaftlichen
Folgen verbundenen Siebenjährigen Krieg zog mit der aufkommenden
Romantik
die Naturphilosophie in die Universität ein, an der damals
Friedrich
Daniel Schleiermacher wirkte. Während der Zugehörigkeit
zum Königreich Westphalen 1807/14 erlebte die Universität mit
zweimaliger Schließung einen Tiefpunkt, wie er zu Anfang des 19.
Jh. für die Lage der ganzen Stadt kennzeichnend war, doch ging von
der Universität der patriotische Widerstand gegen die
napoleonische
Fremdherrschaft aus, Studenten füllten 1813 in großerzahl
die
Reihen der freiwilligen Jäger und gründeten im folgenden
Winter
die erste deutsche Burschenschaft. 1834 erhielt die Universität,
die
1817 als nunmehr "Vereinigte Friedrichs-Universität" formal die
aufgelöste
Universität Wittenberg aufgenommen hatte, ihr neues
Hauptgebäude
anstelle des abgebrochenen Franziskanerklosters, sie pflegte in 19.Jh.
vor allem die naturwissenschaftlichen und Medizinischen Disziplinen
unter
Einschluß der Landwirtschaftswissenschaften. 1828 verlegte der
1819
gegründete "Thüringisch-Sächsische Verein" Zur
Geschichts-
und Heimatpflege seinen Sitz nach H. Die Stadt besaß 1830 25 546
Ew.
In der 1815 neu errichteten preußischen Provinz Sachsen hatte
H. keine hervorragende administrative Stellung, entwickelte sich jedoch
im Zuge der Industrialisierung zu einem wirtschaftlichen Zentrum im
mitteldeutschen
Raum, wozu der frühe Anschluß an das Eisenbahnnetzwesentlich
beitrug-. 1840 nach Leipzig und Magdeburg, 1846 nach Erfurt, 1859 nach
Berlin, 1872 nach Sorau und Halberstadt, 1896 nach Hettstedt Die
Saaleschiffahrtverband
H. mit dem deutschen Wasserstraßennetz. Die günstige
Entwicklung
der Landwirtschaft in der Umgebung führte 1836 zur Gründung
der
ersten Zukkerfabrik, der Braunkohlenbergbau kam in Gang, 1855 setzte
der
Maschinenbau ein, Braunkohlenverarbeitung und Chemieindustrie wurden
1883
durch C. A. Riebeck aufgenommen, dessen Unternehmen sich zum Konzern
ausweitete.
Von den vorausschauenden Maßnahmen des Stadtrates L. Wucherer
ausgehend,
entwickelte sich H. in der zweiten Hälfte des 19. Jh. zur
industriereichen
Großstadt mit 156611 Ew. im Jahre 1900. Das
ursprünglich
in der Barfüßerkirche untergebrachte Stadttheater erhielt
1836
einen bescheidenen, 1883 einen würdigen Neubau. 1878 verlegte die
Kaiserliche Naturforschende Akademie"Leopoldina" ihren Sitz nach H. Mit
Fundstücken aus den geologischen Aufschlüsseri aus den
Braunkohlengruben
des benachbarten Geiseitales konnte das weltberühmte
Geiseitalmuseum
aufgebaut werden. Bis zum 1.Weltkrieg entstanden das
Moritzburg-Museum
für Kunst und Kunstgewerbe und das Landesmuseum für Ur- und
Frühgeschichte
(1913). Die Burg Giebichenstein beherbergte seit 1921 eine
Kunstgewerbeschule,
heute Hochschule für industrielle Formgestaltung.
Stadtwappen: In Silber ein liegender nach oben geöffneter
gekanteter roter Halbmond zwischen zwei unterschiedlich großen
sechsstrahligen
gekanteten roten Sternen.
Die Figuren des Wappens von H. finden sich zuerst zu Beginn des 14.Jh.
als Siegel des Talschöffengerichts, dem die Ordnung des
Rechtslebens
oblag. In den Jahren danach erscheinen sie als Beifügungen
im
Ratssiegel, bis sie sich um 1450 zum offiziellen Stadtwappen
verselbständigten.
Wissenschaftlich stichhaltige Angaben über die Bedeutung des
Wappens
gibt es nicht. Vermutlich entstammt das Wappen dem Propstsiegel
des
Augustiner-Chorherrenstifts. Eine sagenhafte Überlieferung
erzählt,
daß die Halloren den Bischof baten, eine Stadt am bewaldeten Ufer
der Saale erbauen zu dürfen. Auf ihre ärmlichen
Verhältnisse
anspielend, fragte der Bischof sie, ob sie einen guten Käufer
für
ihre Lumpen gefunden hätten, daß sie davon Städte
erbauen
könnten. Sie aber antworteten: "Han wir hüte Water und
Holt, so han wir morne Silber und Gold." Da rief der Bischof: "So baut
mitwasser und Holz, und es mögen euch Sonne, Mond und Sterne
leuchten!"
(aus Lexikon der Städte und Wappen der DDR, VEB Enzyklopädie
Verlag, Leipzig 1979)
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