Brandenburg/Havel
Brandenburg - Stadt an der Havel, ca. 90.000 Einwohner, Nach
dieser
Stadt ist das Land Brandenburg benannt
Rathenow -
Stadt im Havelland, ca. 29.000 Einwohner
Genealogie
Im Internet : www.stadt-brandenburg.de
zur Stadtgeschichte
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088 Kersten,
Johann Wilhelm Heinrich,
* Fürstenwalde 19.2.1769, + Fürstenwalde
13.5.1818
oo Fürstenwalde
2.5.1803
089 Weinkauf,
Caroline Elsabeth, * Brandenburg (St.
Pauli) 2.6.1776
176 Kersten,
Johann Heinrich Wilhelm, Kaufmann, *
Oebisfelde 13.7.1739, + Fürstenwalde
5.5.1804
oo
Brandenburg (St. Pauli) 19.4.1768
177 Iselin,
Marie Sophie, * Brandenburg (St. Pauli)
14.2.1750, + Fürstenwalde
30.9.1811
178 Weinkauf,
Johann Christian, Kaufmann, * Rathenow
5.7.1723, + Brandenburg 21.12.1775
oo Brandenburg
(St. Pauli) 16.6.1761
179 Iselin,
Anna Dorothea, * Brandenburg um 1743
352 Kersten,
Johann Christian, Bürgermeister
& Kgl. Preußischer Kontrolleur, * Magdeburg,
+ Oebisfelde
5.11.1749, oo Oebisfelde 28.8.1732
353 Sandow,
Maria Elisabeth, * Rathenow 2.2.1712,
+ Oebisfelde 13.2.1757
354 Iselin,
Johann Lucas, Kaufmann, * Brandenburg
(St. Johannis) 25.12.1710,
+ Brandenburg
(St. Johannis) 9.7.1780, oo Brandenburg (St. Johannis) 10.6.1742
355 Merthen,
Anna Maria Dorothea, * Brandenburg (St.
Johannis) 7.9.1715
356 Weinkauf,
Johann Joachim, Erbpächter der
Kgl. Ziegelei in Mögelin b. Rathenow
oo August 1722
357 Bode,
Maria Elisabeth
358 = 354
359 = 355
704 Kersten,
Georg Mathias, Bürger und Brauer
in Magdeburg, + vor 1732
706 Sandow,
Christian, Bürger und Holzhändler
in Rathenow, * Rathenow 7.10.1677
708 Iselin, Johann Lucas, Bürger
& Nadler, * Basel 29.7.1683, +
Brandenburg
7.7.1734
oo Brandenburg
(St. Johannis) 30.9.1706
709 Ganckow,
Margaretha, * (err.) 13.1.1670, + Brandenburg
19.5.1754
710 Merthen,
Johann, Bürger, Bauer & Bäcker,
* Brandenburg (St. Katharinen) 29.11.1668,
+ Brandenburg (St.
Katharinen) 10.6.1735, oo Brandenburg (St. Gotthard) 19.4.1706
711 Hübner,
Anna, * Brandenburg (Dom) 8.4.1688,
+ Brandenburg (St. Kath.) 15.2.1717
714 Bode,
Peter, + Rathenow 11.6.1752
oo
715 NN, + Rathenow 6.5.1753
1412 Sandow,
Heinrich
1420 Merthen,
Moritz [oo II 1678 Anna Wittstock]
1421 NN, + vor 1677
1422 Hübner,
Peter, Fischer, + Brandenburg (Dom)
13.10.1706
oo Brandenburg (Dom) 16.10.1671
1423 Gröben,
Maria, * Falkenrehde, + Brandenburg
(Dom) 4.2.1711
2842 Gröben,
Jacob, Gerichtsscholz zu Falkenrehde,
+ vor 1671
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Stadtgeschichte: Auf
der Dominsel lag die zentrale Burg der slawischen Heveller, die 928/29
von König Heinrich I, erobert wurde. Otto I. errichtete hier
948 das Bistum B. Im Slawenaufstand 983 wurde die Burg wieder
zurückerobert
und das Bistum vernichtet. Der letzte Heveilerfürst
Pribislaw
herrschte on der auf der Dominsel gelegenen Burg mit
Petvrikirche.
Nach seinem Tode 1150 fiel das Land an Markgraf Albrecht den
Bären,
der 1157 die Burg erstürmte und die Markgrafschaft B.
begründete.
Die beiden Domkietze, der Aitstädter und der Neustädter
Kietz,
dürften bald darauf entstanden sein.
Bei der Siedlung Parduin mit der St.-Gotthardskirche ließen sich
vor 1147 Prämoristratenser nieder, die 1166aufdie Dominsel
übersiedeiten,wo
nun das Domstift und ab 1165 der Dom errichtet wurde. Die
Siedlung
um die Gotthardskirche weitete sich nach 1160 zur Altstadt an der
Straße
von Magdeburg nach Berlin aus. Westlich vor der Altstadt deutet
die
vor 1173 entstandene Nikolaikirche im Dorf Luckenbarg auf eine alte
Kaufmanrissiedlung
hin. Südlich der Altstadt wurde am Ende des 12. Jh.
die
Neustadt mit der Katharinenkirche planmäßig angelegt.
Beide Städte wurden getrennt mit Mauern versehen und bildeten zwei
völlig eigenständige Kommunen. Sie wurden 1715 durch
den
preußischen König Friedrich Wilhelm I. vereinigt. In
der
Altstadt grürideten die Franziskaner nach 1234 ein Kloster, in der
Neustadt wurde der markgräfliche Hof 1286 den Dominikanern
überlassen.
Ein wohl in der Mitte des 12.Jh. eingesetztes Burggrafengeschlecht
verschwindet
seit 1243 aus der Überlieferung. Als Hauptstadt der
Markgrafschaft
B., als Bischofssitz, als Ort eines von weither angerufenen, seit 1326
bezeugten Schöppenstuhis und als Fernhandelsstadt bildete B. im
Mittelalter
das ünbestrittene Zentrum im Raum zwischen Elbe und Oder.
Die
auf Fernhandel hinweisende Judengemeinde wurde um 1350,1446 und 1510
auf
das schwerste verfolgt. Der 1402 erwähnte erste Roland auf
dem
Neustädter Markt drückte die städtischen Freiheiten aus,
seit 1230 lagen die Obergerichte in der Hand bürgerlicher Schulzen
und Schöppen. Gegen Beeinträchtigungen durch die neuen
hohenzollerschen Landesherren schloß B. 1431 einen
Städtebund
mit Berlin, Cölln und Frankfurt/Oder, bis 1518 gehörte es der
Hanse an. Im Anschluß an das Domkapitel und die
bürgerliche
Führungsschicht der Neustadt entfaltete sich im späten
ittelalter
ein reges geistiges Leben.
Zwischen 1536 und 1555 setzte sich die Reformation in Stadt und
Domkapitel
durch, das Bistum wurde 1598 säkularisiert und dem
Kurfürstentum
B. eingegliedert. Gleichzeitig verlor die Stadt infolge des
Aufstiegs
Berlins als kurfürstlicher Residenzstadt ihre führende
Stellung.
1619 wurde die freie Ratswahl abgeschafft,die
Münzverschlechterungführte
1622 Tumulte der städtischen Bevölkerung herbei. Die
Zerstörungen
und der Niedergang im Dreißigjährigen Krieg konnten erst
nach
1800 aufgeholt werden. Die Ansiedlung von Hugenotten 1685 brachte
die Bildung einer reformierten Gemeinde und mit der Gerberei und
Lederverarbeitung
eine wirtschaftliche Belebung. Der Aufbau des brandenburgischen
Heeres
seitdem späteren 17. Jh. machte B. zu einer Garnisonstadt,
1717
wurde die Ritterakademie gegründet. 1830 hatte B. 13 538 Ew., 1846
erhielt es Bahnverbindung nach Berlin und Magdeburg, 1904 nach Rathenow
und Belzig, drei weitere Kleinbahnen entstanden 1901/12.
Während
der Revolution 1848 tagte vom 8. November bis zu ihrer Auflösung
am
5. Dezember 1848 die vom König aus Berlin vertriebene
preußische
Nationalversammlung im Dom zu B. Die Industrialisierung setzte nach
1870
ein, die Brenriabor-Werke (1871) erzeugten Fahrräder, Kinderwagen
und Autos, um 1900 folgten zwei weitere Fahrradwerke, eine
Schiffswerft,
eine Eisengleßerei, Fabriken für Blechspielwaren, Textilien
und Möbel. 1913 entstand ein Stahl- und Walzwerk, während die
alte Tuch- und Seidenweberei einging.
Stadtwappen: In Silber über einem durch einen
silbernen
Wellenbalken von Blau und Grün geteilten Schildfuß drei
rote,
durch Mauern verbundene unterschiedliche Türme, dahinter eine rote
lndustrieanlage mit vier rauchenden Schornsteinen.
Das alte Wappen von B. zeigte die ehemaligen Stadttore. Das neue,
heute gültige Wappen gab sich die Stadt 1950. Die Türme
und Mauern symbolisieren die Geschichte der über
tausendjährigen
Stadt. Die Schornsteine weisen auf die wirtschaftliche Kraft der
Industrie- und Arbeiterwohnstadt hin. Der untere Teil des Wappens
zeigt die Stadtfarben.
(aus Lexikon der Städte und Wappen der DDR, VEB Verlag
Enzyklopädie
Leipzig 1979)
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